EuGH definiert “Ankunftszeit” bei Flugverspätungen

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat ein Urteil gefällt, das für Flugreisende wichtig ist, die von ihrer Airline Ausgleichszahlungen wegen Flugverspätung verlangen wollen. In dem Verfahren zwischen einem Reisenden und Germanwings geht es um die knifflige Frage, wann die tatsächliche Ankunftszeit eines Fluges ist. Für Germanwings ist die Ankunftszeit der Moment, in dem das Flugzeug auf der Landebahn aufsetzt. Die Brüsseler Richter sehen die Sache anders. Für sie ist die tatsächliche Ankunftszeit der Zeitpunkt, “zu dem mindestens eine der Flugzeugtüren geöffnet wird, sofern den Fluggästen in diesem Moment das Verlassen des Flugzeugs gestattet ist”. Im konkreten Fall war der Germanwings-Flug von Salzburg nach Köln mit einer Verspätung von 2:58 Stunden auf der Landebahn des Flughafens Köln/Bonn aufgesetzt. Als das Flugzeug seine Parkposition erreicht hatte, betrug die Verspätung 3:03 Stunden. Die Flugzeugtüren wurden kurz darauf geöffnet. Ausgleichszahlungen können ab drei Stunden Verspätung geltend gemacht werden.

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