Türkei: Türkei: Zur aktuellen Lage in der Region um Sanliurfa

Die Offensive der Terror-Miliz IS (Islamischer Staat) auf kurdische Dörfer im Umkreis der syrischen Grenzstadt Ayn al-Arab hat eine neue große Flüchtlingswelle in Richtung Türkei ausgelöst. Hauptziel der Flüchtlinge ist dabei die circa 15 km nördlich von Ayn al-Arab und circa 50 km südwestlich von Sanliurfa gelegene türkische Stadt Suruc.

Da sich die in der Nacht zum 23. September von der US-Armee und ihren regionalen Verbündeten auf Syrien ausgeweiteten Luftangriffe bisher nicht gegen IS-Einheiten im Gebiet rund um Ayn al-Arab richteten, geht die Offensive der Miliz gegen die Grenzstadt weiter.

In Reaktion auf die jüngste Eskalation im benachbarten Syrien haben die türkischen Streitkräfte in den letzten Tagen ihre Präsenz im entsprechenden Grenzabschnitt nochmals deutlich verstärkt. Zudem sichern Polizei- und Militäreinheiten alle Flüchtlingsrouten weiträumig ab. Von Flüchtlingen genutzte Straßen in der Region wurden für den regulären Verkehr gesperrt.

Aktuell gilt der letztmalig am 22. September aktualisierte Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes. Darin schreibt das Amt zur Lage in der Grenzregion zu Syrien wörtlich:

„In Bereichen nahe der syrischen Grenze ist mit verstärktem Militär- und Gendarmerieaufkommen (Jandarma) zu rechnen. Es wird aufgrund der aktuellen Auseinandersetzungen im türkisch-syrischen Grenzgebiet empfohlen, sich nicht in der Nähe der türkisch-syrischen Grenze und in grenznahen Ortschaften aufzuhalten, insbesondere türkisch-syrische Grenzanlagen zu meiden und diese auch nicht zu fotografieren.“

Derzeit reisen Gäste einer Reisegruppe von uns in Sanliurfa, sie sind alle wohlauf. Wir stehen seit Tagen in engem Kontakt mit unseren örtlichen Leistungspartnern und der Reiseleiterin der Gruppe. Es ergibt sich folgendes aktuelles Bild:

Alle im Umkreis von Sanliurfa geplanten Ausflüge können nach wie vor ohne Gefahr und ohne Einschränkungen durchgeführt werden. Aufenthalte und Besuche in der Stadt Suruc und insgesamt in Grenznähe und in grenznahen Ortschaften sind bei keiner unserer Osttürkei-Reisen vorgesehen.

Weitere Gäste in Sanliurfa erwarten wir ab dem 29. September. Wir beobachten die weitere Lage-Entwicklung in diesem Teil der Osttürkei und insbesondere im Grenzgebiet zu Syrien sehr aufmerksam: Bei Bedarf ergreifen wir alle für die Sicherheit unserer Gäste erforderlichen Maßnahmen und informieren umgehend.

Unabhängig von den aktuellen Ereignissen im benachbarten Syrien bieten wir allen Osttürkei-Gästen, deren Reise in Gebiete östlich der Linie Trabzon – Sanliurfa führt, ein Recht auf kostenlose Umbuchung ihrer Reise bis vier Wochen vor Abreise.

Quelle: Studiosus Reisen MÜnchen

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