Venezuela: LH streicht Flüge nach Caracas

Venezuela und Lufthansa liegen wegen einbehaltender Ticket-Einnahmen miteinander im Streit. Die Kranich-Airline zieht nun die Konsequenz und streicht einen Teil der Flüge in das südamerikanische Land. Von August an werden wöchentlich nur noch drei anstatt bisher fünf Flüge angeboten. Nach zwei Monaten soll das Vorgehen überprüft werden. Die Airline hatte in den vergangenen Monaten wiederholt Verbindungen nach Caracas gestrichen. Und im Mai hatte Lufthansa wegen der schwelenden Währungsunstimmgkeiten bereits den Verkauf von Tickets in Venezuela ausgesetzt. Lufthansa begründet den Schritt mit „operativen Gründen”. Tatsache ist aber, dass die Fluggesellschaft wie andere Airlines seit langem auf die Freigabe von Einnahmen aus dem Verkauf von Tickets in Venezuela wartet. Strittig ist zwischen den Fluglinien und der venezolanischen Regierung der Umtauschkurs von Bolivar in Dollar. Der Disput hinterlässt in der Lufthansa-Bilanz Spuren: Wertberichtigungen auf Bolivar-Forderungen hätten das Jahresergebnis bereits mit 60 Millionen Euro belastet, erläutert der Konzern. Neben Lufthansa haben auch andere Airlines ihre Kapazitäten nach Venezuela reduziert, unter anderem American Airlines, Delta, United, Aerolineas Argentinas und die spanische Air Europa.

Dieser Beitrag wurde unter Reise veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar